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21.04.2018

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Aktuelle Artikel
  • 20.04.2018 09:06

    Zwei Finanzdienstleister im Aufwind

    VISA hat die Übernahme des Europageschäfts gemeistert. 2017 wurden erwartungsgemäß deutlich mehr Transaktionen durchgeführt. Der Umsatz stieg um 21,7% auf 18,4 Mrd. $ und der Gewinn um 11,8% auf 6,7 Mrd. $. Auch 2018 begann gut für VISA.

    E-Commerce wird für VISA immer wichtiger

    Der Internethandel wächst ungefähr viermal so stark wie das Offline-Geschäft. Insgesamt konnte VISA den Umsatz im 1. Quartal um 9,0% auf 4,9 Mrd. $ steigern. Künftiges Wachstum kann vor allem in Europa stattfinden. Dank der Übernahme von VISA Europe hat der Konzern auf dem Kontinent wieder Fuß gefasst. Marktanteile will VISA nicht nur der Konkurrenz abjagen, sondern auch von alternativen Zahlungsformen wie dem Bargeld. Gerade in Deutschland sieht VISA dabei noch viel Potenzial.

    Der Trend, weg vom Bargeld, sorgt für weiteres Wachstum

    Wie eine erfolgreiche Umstellung auf elektronische Zahlungsmethoden erfolgt, wird gerade am Beispiel Indiens deutlich. Ein weitgehendes Bargeldverbot zwang die Menschen zum Umstieg auf modernere Zahlungsformen. VISA hat sich einen großen Anteil am Kuchen gesichert und wächst in Indien rasant. Der Gewinn stieg im 1. Quartal überdurchschnittlich um 21,8% auf 2,5 Mrd. $ an. VISA gilt als einer der größten Profiteure der US-Steuerreform und rechnet mit jährlichen Einsparungen von bis zu 1 Mrd. $.

    Das Geld wird für Investitionen und in die Gewinnung junger Talente gesteckt. Außerdem wurde die Dividende erhöht und das Aktienrückkaufprogramm aufgestockt. VISA ist günstiger bewertet als die Konkurrenz

    Unternehmensporträt

    VISA Inc. ist ein führender Finanzdienstleister im Kreditkartengeschäft. Der Konzern vergibt weltweit Lizenzen an Banken für die Ausgabe und Abrechnung ihrer Kredit- und Debitkarten. Dabei setzt VISA auf starke Partnerschaften, um neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und die operative Entwicklung sicherzustellen. Hauptkonkurrenten sind MasterCard und American Express.

    BlackRock wird immer mächtiger

    2017 wuchs das verwaltete Vermögen um 22,2% auf 6,3 Bio $. Die Steigerung ist auf Mittelzuflüsse in Höhe von 367 Mrd. $ zurückzuführen. Der Rest stammt aus Wertsteigerungen. Mit Minderheitsbeteiligungen an den wichtigsten Unternehmen der Welt nimmt BlackRock aktiv Einfluss auf die Weltwirtschaft. 2017 stieg der Umsatz um 12,0% auf 12,5 Mrd. $.

    Weil die Profitabilität stieg und gleichzeitig im 4. Quartal eine hohe Steuergutschrift vereinnahmt wurde, wuchs der Gewinn sogar um 56,7% auf 5,0 Mrd. $ an. 2,8 Mrd. $ wurden durch Dividenden und Aktienrückkäufe an die Anteilseigner zurückgegeben.

    BlackRock profitiert vom ETF-Boom

    Die börsengehandelten Indexfonds der iShares-Familie verzeichneten die höchsten Mittelzuflüsse, seit es dieses Angebot gibt. iShares profitiert als Marktführer besonders stark. Mehrere Mio. Anleger haben Geld in die weltweit rund 800 angebotenen Fonds investiert. Da ETFs nur geringe Gebühren für die Fondsgesellschaften abwerfen, ist BlackRock jedoch auch in anderen Bereichen aktiv. Ein neues Angebot nimmt ausgerechnet Starinvestor Warren Buffett zum Vorbild.

    Von institutionellen Anlegern will BlackRock mehr als 10 Mrd. $ für einen Fonds eintreiben, der Unternehmensbeteiligungen nach ähnlichen Anlagekriterien wie Buffett für mindestens 10 Jahre hält. BlackRock hat in der Finanzwelt eine enorme Macht und beste Beziehungen. Diese werden beim Ausbau des Geschäfts eine wichtige Rolle spielen.

    Unternehmensporträt

    BlackRock wurde 1988 als Sparte des Private-Equity Hauses Blackstone gegründet. 1995 wurde BlackRock verkauft und ist heute einer der größten Anlageberater der Welt. In Deutschland ist das Unternehmen vor allem durch die iShares ETFs bekannt. BlackRock ist als einziger Investor an allen 30 Dax-Konzernen substanziell beteiligt.

  • 19.04.2018 06:00

    Diese Aktie ist ein Defensiv-Künstler

    Gerade in unsicheren Börsenzeiten können Sie sich darauf verlassen, dass Lebensmittelkonzerne ihre Zahlen im Griff haben. In dieser Branche liegt die Kontinuität auf der Hand, schließlich wird immer gegessen oder getrunken. Doch ganz so leicht ist es trotzdem nicht. Der Markt für Lebensmittel wandelt sich. Kunden werden bewusster für Qualität und schätzen regionale Produkte. Gerade großen Konzernen fällt es manchmal schwer darauf zu reagieren.

    Wir analysieren für Sie, wie sich Nestlé schlägt. 1866 von einem deutschen Apotheker gegründet, ist Nestlé heute der größte Schweizer Industriekonzern und weltweit die Nummer 1 unter den Nahrungsmittelherstellern. Mit mehr als 2.000 Produkten ist Nestlé in 189 Ländern vertreten. Die Palette der Markenartikel umfasst Getränke, Milch- u. Diätprodukte, Babynahrung, Cerealien, Schokolade, Süßwaren, Konserven, (Tiefkühl-) Fertiggerichte und Tierfutter.

    Nestlés Zahlen haben uns etwas enttäuscht

    Nestlés organisches Wachstum im Geschäftsjahr 2017 lag zwar innerhalb der angegebenen Bandbreite, aber unter unseren Erwartungen. Die Umsatzsteigerung in Europa und Asien war erfreulich, doch das Handelsumfeld in Nordamerika und Brasilien blieb weiterhin herausfordernd. So nahm der Umsatz nur um 0,36% auf 89,8 Mrd SFr zu. Das organische Wachstum in den USA verlangsamte sich sogar aufgrund der schwachen Konsumentennachfrage im 2. Halbjahr.

    Brasilien behielt in einem schwierigen Umfeld ein solides Wachstum bei; die Preisanpassungen wurden jedoch durch Währungseffekte zunichte gemacht. Der Bereich Wasser verzeichnete ein hohes einstelliges Wachstum bei den internationalen Premiummarken. Regionale Marken in Nordamerika waren mit schwacher Nachfrage und Preisanpassungsdruck konfrontiert.

    Das Wachstum bei Nutrition blieb schwach, da der Umsatz in Nordamerika und Brasilien zurückging. Es gab eine leichte Verbesserung in China, getrieben durch neue Bio- Produkte. Nespresso meldete ein mittleres einstelliges Wachstum mit positivem Aufwärtstrend in allen Regionen. Kosteneinsparungen führten trotz deutlich höherer Rohstoffpreise zu einer Margenverbesserung.

    Nestlé bleibt eine sichere Bank

    Vegan, biologisch oder gesund, Nestlé passt sich in rasantem Tempo den Wünschen der Kundschaft an. Das ist auch gut so, denn obwohl die Redensart – gegessen und getrunken wird immer – nach wie vor Gültigkeit hat, ändert sich im Laufe der Jahre doch der Geschmack. So wurden in den vergangenen Monaten erneute Anpassungen des Portfolios vorgenommen. Die Aktie ist momentan ziemlich hoch bewertet, doch gerade die stabile Dividendenrendite von mehr als 3% könnte dafür sorgen, dass der Wert auch künftig besser abschneidet, als der Gesamtmarkt. Nestlé bleibt eine solide Aktie.

  • 18.04.2018 09:23

    US-Steuerreform wirbelt Gewinne durcheinander

    Der US Tax and Jobs Act ist der erste große legislative Erfolg von US-Präsident Donald Trump, mit dem er eines seiner zentralen Wahlversprechen einlöst.

    Es handelt sich dabei um die radikalste Steuerreform seit Ronald Reagan. Der allgemeine Steuersatz für Unternehmen fällt von 35 auf 21%. Zudem gibt es eine einmalige Chance, im Ausland geparkte Gewinne zu noch niedrigeren Steuersätzen zurückzuholen. Im Gegenzug fallen zahlreiche Abschreibungsmöglichkeiten weg. Die Auswirkungen der Steuerreform wurden von den Finanzdienstleistern im 4. Quartal in den Bilanzen berücksichtigt und führten zum Teil zu heftigen Abschreibungen.

    So verhagelte das neue Gesetz die Quartalsergebnisse von Morgan Stanley und Goldman Sachs. Alleine Goldman Sachs musste 4,4 Mrd. $ Verlust verkraften. Doch es gibt auch Profiteure. So rechnet VISA ab sofort mit 1 Mrd. $ mehr Gewinn pro Jahr. Dank des Geldsegens wurde die Dividende erhöht und das laufende Aktienrückkaufprogramm aufgestockt. Zudem werden die Mitarbeiter bedacht, damit auch künftig die besten Talente für das Kreditkartenunternehmen arbeiten.

    Schutz vor Cyberkriminalität rückt in den Blickpunkt

    Für die Finanzdienstleister ist die Sicherheit der eigenen Systeme und der Kundendaten schon immer ein bedeutender Wettbewerbsfaktor. Angesichts einer steigenden Zahl von Hackerangriffen wird das Thema immer wichtiger. Vor allem die Kreditkartenanbieter müssen besonders vorsichtig sein. MasterCard setzt bei dem Thema auf Übernahmen spezialisierter Software-Firmen, um die eigenen Systeme zu verbessern und immer auf dem aktuellen Stand zu halten.

    VISA geht einen ähnlichen Weg und verstärkt die Zusammenarbeit mit Fintechs. Dabei handelt es sich um innovative, kleine Unternehmen aus der Finanzbranche, die vor allem Online tätig sind und den etablierten Banken und Dienstleistern Kunden abjagen.

    Wann steigen die Zinsen?

    Die US-Notenbank dreht bereits seit 2 Jahren wieder an der Zinsschraube, wobei das Tempo im vorigen Jahr zugenommen hat. Bei der EZB sind noch keine Zinsschritte absehbar, auch wenn die Forderungen danach immer lauter werden. Doch die Anzeichen verdichten sich, dass auch in Europa die Zeiten der absoluten Tiefstzinsen irgendwann vorbei sein werden. Die Finanzdienstleister müssen sich in den kommenden Jahren auf langsam aber anhaltend steigende Zinsen vorbereiten.

    Die geheime Macht im Hintergrund

    BlackRock stellt längst einen bedeutenden Machtfaktor im Weltfinanzsystem dar. Unternehmenschef Laurence Fink hat innerhalb von 30 Jahren einen Giganten erschaffen, der mehr als 6 Bio $ Anlegergelder verwaltet. BlackRock taucht in den Aktionärslisten von allen wichtigen Unternehmen auf. Der US-Konzern ist der einzige Investor, dessen Beteiligung an jedem Dax-Konzern die Meldeschwelle von 3% überschreitet. Einen entsprechend großen Einfluss kann das Unternehmen ausüben.

    In Deutschland ist BlackRock vor allem als ETF-Anbieter bekannt, der unter dem Namen iShares zahlreiche passive Indexfonds auflegt.

  • 18.04.2018 06:00

    Warum der Google-Konzern das Maß der Dinge ist

    Was macht eigentlich Google? Der Konzern, der an der Börse seit einiger Zeit Alphabet heißt, ist aus unserem Alltag kaum mehr wegzudenken. Während Facebook mit einem Skandal zu kämpfen hat, scheint die Daten-Krake Google fein raus zu sein. Zwar ist Google bei sozialen Netzwerken nicht so gut aufgestellt, aber dafür läuft es in vielen anderen Bereichen richtig gut. Das lässt sich auch am Aktienkurs ablesen: Der Chart zeigt seit Jahren von links unten nach rechts oben. Ob das auch so weiter geht, zeigen wir Ihnen in unserer Analyse.

    Alphabet (Google) mit Sitz in Mountain View, USA, wurde am 7. September 1998 von Larry Page und Sergey Brin gegründet. Alphabets Anspruch besteht darin, Informationen zu organisieren und weltweit verfügbar zu machen. Dafür betreibt das Unternehmen mit einem Marktanteil von rund 82% die weltweit führende Internet-Suchmaschine. Der Eintritt in neue Märkte (Google Mobile, Software-Plattform Android, Chrome) rundet die Unternehmensstrategie ab.

    Trumps Steuerreform sorgt für negative Einmaleffekte

    Alphabet hat für 2017 erstklassige Zahlen vorgelegt. Der Mutterkonzern von Google konnte sein rasantes Wachstum unbeirrt fortsetzen. Der Umsatz stieg um mehr als ein Fünftel auf 110,86 Mrd $. Damit zählt Alphabet zu den umsatzstärksten Konzernen der digitalen Welt. Die 100-Milliarden-Dollar-Marke gilt als historischer Meilenstein. Besonders gut haben sich die Werbegeschäfte der hauseigenen Suchmaschine entwickelt.

    Weitere Wachstumsimpulse lieferten die Video- Plattform Youtube und die zahlreichen Startup- Unternehmen, an denen Alphabet mittlerweile beteiligt ist. Allerdings ist das starke Wachstum nicht ganz preiswert. Unterm Strich musste Alphabet einen Gewinnrückgang von 35% auf 12,7 Mrd $ verbuchen.

    Die operativen Margen stehen unter Druck. Das größte Problem stellt aber die Steuerreform von Donald Trump dar. Dadurch sind hohe einmalige Sonderbelastungen angefallen. Im Schlussquartal rutschte Alphabet deshalb sogar in die roten Zahlen und musste einen Verlust von 4,35 $ pro Aktie verkraften.

    Alphabet bleibt die Zukunfts-Holding schlechthin

    Neben den zahlreichen Rückstellungen leistete Alphabet eine Einmalzahlung von 9,9 Mrd $. Für die langfristige Geschäftsentwicklung sind solche Sonderbelastungen jedoch ohne Belang. Operativ zählt Alphabet zu den stärksten Holding-Konzernen der Welt.

    Allein der Bestand an liquiden Mitteln von rund 102 Mrd $ versetzt Alphabet in die privilegierte Lage, praktisch jedes Konkurrenzunternehmen aufkaufen zu können, um anschließend deren Wettbewerbsvorteile zu integrieren. Mit dieser Kriegskasse und der soliden Marktstellung kommt kein Anleger um Google herum. Der Gewinnrückgang ist zu verschmerzen.

  • 17.04.2018 06:00

    Facebook nach dem Skandal – so sehen wir die Aktie

    Nun hat auch Facebook seinen ersten richtig großen Skandal. Die Geschehnisse rund um eine Beraterfirma von Donald Trumps Wahlkampfteam schlagen weltweit Wellen. Doch seien wir mal ehrlich: Dass Facebook für uns Nutzer nicht kostenlos ist, wussten wir schon lange. Neu ist bestenfalls, dass der Konzern seinen Datensatz durch Dritte so leicht abgreifen lässt.

    Doch wie steht es nach dem Skandal um die Aktie? Facebook wurde 2004 als erstes soziales Netzwerk gegründet und sollte anfangs nur die Studenten der Harvard University vernetzen. Mittlerweile sind über 1 Mrd Nutzer registriert. Facebook finanziert sich ausschließlich über Werbeeinnahmen und Bezahldienste. Mittlerweile gehört Facebook zu den meist besuchten Websites weltweit. Mit den Übernahmen von WhatsApp und dem Fotodienst Instagram wurde das eigene Produktportfolio ordentlich aufgewertet.

    Nutzer fühlen sich von Werbung genervt

    Facebook hat unsere Erwartungen mit den jüngsten Zahlen weit übertroffen. Der Umsatz konnte um 47,1% auf 40,6 Mrd $ gesteigert werden. Unterm Strich wurde der Gewinn um 56,3% auf 15,9 Mrd $ gesteigert. Anders als die meisten digitalen Unternehmen benötigt Facebook kaum Fremdkapital. Die Erfolge sind größtenteils eigenfinanziert.

    Die Eigenkapitalquote beträgt robuste 88% – ein Wert, von dem die Konkurrenten nur träumen können. Im digitalen Geschäft verteidigt das Unternehmen eisern seine Monopolstellung bei den sozialen Netzwerken. Kein anderer Konkurrent kann Facebook das Wasser reichen. Mit fast 2 Mrd täglichen Nutzern bleibt das gleichnamige Netzwerk klarer Marktführer.

    Die entscheidenden Wachstumsimpulse kommen aber nicht von Facebook selbst, sondern von dem Foto-Netzwerk Instagram. Vor allem bei jüngeren Nutzern stößt immer wieder böse auf, dass Facebook mit viel zu viel Werbung überfrachtet worden sei. Instagram wirkt dagegen deutlich privater. Genau diesen Effekt möchte man auch wieder bei seinem Hauptnetzwerk erreichen. Ob das gelingen wird, ist fraglich.

    Die Aktie ist und bleibt auf einem guten Weg

    Geplant ist eine deutliche Beschränkung der Werbeflächen. Dieser Schritt wird sich unmittelbar auf die Gewinnentwicklung auswirken. Der Konzernchef Mark Zuckerberg hält allerdings sachlich dagegen. Wenn die Werbeflächen reduziert werden, dann würden letztlich auch die Nutzerzahlen wieder steigen, da Facebook zusehends beliebter werden würde.

    Damit würde auch die Werbung auf Facebook wieder attraktiver werden. Wie auch immer der Datenskandal ausgeht: Wir glauben daran, dass Facebook von seiner Marktstellung auch künftig profitieren wird. Der Konzern wird mit Gesetzgebern zudem Lösungen finden. Die Aktie ist attraktiv – nach dem Kursverfall mehr denn je.

  • 16.04.2018 09:40

    Für den Ölpreisanstieg gibt es viele Gründe

    Seit Anfang 2017 sind die Preise für die Ölsorten WTI und Brent unter großen Schwankungen um jeweils 18% auf 63,80 $ respektive 67,30 $ pro Barrel gestiegen.

    Dafür gibt es mehrere Gründe. Am 30. November, an diesem Tag stand der Ölpreis bei 57 $, hatten sich die OPEC und Russland auf eine Verlängerung der Förderkürzung geeinigt. Bis Ende 2018 sollen weiterhin pro Tag 1,8 Mio. Barrel Öl weniger produziert werden. Verantwortlich für den folgenden Preisanstieg waren aber auch Spekulanten an den Terminbörsen, politische Spannungen in der Golfregion, der Abbau von Lagerbeständen und nicht zuletzt Wechselkurseffekte. Denn wenn der US-Dollar abwertet, steigt der Ölpreis und umgekehrt.

    Anfang Februar wurde die Preisrally aufgrund von Gewinnmitnahmen der Spekulanten kurzfristig unterbrochen. Die Ölpreisschätzungen für 2018 bewegen sich zwischen 55 und 70 $ pro Barrel. Trotz der OPEC-Beschlüsse und der robusten Nachfrage im Zuge des weltweiten Konjunkturaufschwungs rechnen die meisten Marktteilnehmer mit einer Seitwärtsbewegung innerhalb einer Range von 60 und 65 $.

    OPEC-Beschlüsse können ins Leere gehen

    Wohin die Reise mittelfristig geht, ist schwer einzuschätzen. Selbst wenn sich die OPEC konsequent an ihre Beschlüsse hält, könnte das Angebot steigen. Zu bedenken ist, dass die OPEC und Russland nur für rund die Hälfte der weltweiten Ölproduktion stehen. Wenn andere Staaten wie die USA und Brasilien die Produktion hochfahren, werden die Bemühungen der OPEC zunichtegemacht. Es droht erneut ein Überangebot und damit ein Preisverfall.

    Die OPEC selbst geht davon aus, dass die USA ihre tägliche Fördermenge bis 2021 von aktuell 10 auf 12 Mio. Barrel steigern werden. Schon jetzt machen die USA angesichts des günstigen Preisumfelds mit ihrem Schieferöl kräftig Druck und sind bereits zum weltweit größten Ölproduzenten aufgestiegen. Ein möglicher Preisverfall würde kaum schaden. Dank einer verbesserten Effizienz arbeiten die US-Schieferölproduzenten bereits bei einem Ölpreis von 50 $ pro Barrel profitabel. Branchenkenner befürchten deshalb, dass die Verlängerung der Produktionskürzung allenfalls für Preisstabilität sorgen und in erster Linie den USA in die Karten spielen werde.

    Lukoil hat sogar vorgeschlagen, Russland solle aus dem OPEC-Abkommen aussteigen. Denn mit Preisen zwischen 60 und 65 $ pro Barrel könne der Konzern gut leben. Aber auch die Nachfrage werde laut OPEC in den kommenden 25 Jahren von aktuell 94,4 auf 111,1 Mio. Barrel pro Tag steigen. Denn die OPEC geht davon aus, dass sich im gleichen Zeitraum die Zahl der Autos weltweit auf rund 2 Mrd. nahezu verdoppeln werde. Selbst wenn die Elektromobilität an Bedeutung gewänne, würden 2040 noch 85% aller Fahrzeuge auf Benzin und Diesel angewiesen sein.

    Ob aber ein Autoboom allein für einen Nachfrageüberhang sorgen kann, erscheint höchst zweifelhaft. Tatsache ist, dass die Ölpreisentwicklung von etlichen Faktoren abhängig ist.

    Diese Ölkonzerne haben gute Aussichten

    Alle von mir beobachteten Ölkonzerne haben im vergangenen Jahr von gestiegenen Preisen profitiert. Die Kursentwicklung lässt aber zu wünschen übrig. Stärker als der Ölpreis sind nur die Aktien von OMV, Lukoil und Statoil gestiegen. Die Aktien der meisten Konzerne haben auch schlechter als der Vergleichsindex abgeschnitten. Neben Lukoil und Statoil gehört Royal Dutch Shell zu meinen Favoriten.

  • 16.04.2018 07:22

    Sicheres Investment für stürmische Zeiten

    Sind Sie auch Ex-Raucher? Wenn man einmal in seinen Bekanntenkreis blickt, glaubt man kaum, dass es heute noch reine Tabakkonzerne gibt. Zwar gibt es immer noch den ein oder anderen Genussraucher, doch ist die Zeit der ritualisierten Raucherpausen bei vielen Menschen vorbei. Einige Raucher sind auch auf E-Zigaretten umgestiegen und dampfen heute – für Mitmenschen deutlich angenehmer – vor sich hin. Wie wirkt sich diese Entwicklung aber auf Tabakkonzerne wie BAT aus?

    Wir haben für Sie analysiert! British American Tobacco (BAT) ist der weltweit größte börsennotierte Tabakkonzern. BAT vertreibt über 300 Marken in mehr als 190 Ländern, produziert in 44 Ländern und ist Marktführer in rund 60 Ländern. Zu den bekanntesten Marken zählen Dunhill, Pall Mall, Lucky Strike und Kent.  BAT berichtet nicht über die Geschäftsentwicklung in den ersten 9 Monaten, und die Jahreszahlen wurden erst am 22. Februar kurz nach Redaktionsschluss veröffentlicht.

    Wir gehen aber davon aus, dass der Konzern unsere ursprünglichen Erwartungen übertroffen hat. Denn BAT hat nicht nur von positiven Währungseffekten profitiert, sondern auch von der US-Steuerreform. Die Neubewertung latenter Steuern im Zusammenhang mit der ReynoldsÜbernahme führte zu einer Steuergutschrift, deren Höhe aber nicht bekannt ist.

    US-Gesundheitsbehörde macht BAT keine Angst

    Im laufenden Jahr erwarten wir eine Fortsetzung des profitablen Wachstumskurses. Zwar geht der Zigarettenabsatz kontinuierlich zurück, bisher aber konnte der Konzern mit Preiserhöhungen immer erfolgreich gegensteuern. Hinzu kommt: Durch die US-Steuerreform wird die Steuerquote von 30% auf 27 bis 28% sinken. Das Wachstum sichert sich BAT mit der Erschließung neuer Geschäftsfelder. So ist der Konzern mit der Übernahme von Reynolds American in den USA zum führenden Anbieter von E-Zigaretten aufgestiegen.

    Der Marktanteil beträgt gut 40%. BAT will den Umsatz mit E-Zigaretten in diesem Jahr auf 1 Mrd £ verdoppeln und bis 2022 auf 5 Mrd £ verzehnfachen. Das Risiko staatlicher Eingriffe ist gering. Zwar fordert die US-Gesundheitsbehörde FDA mit Unterstützung der Regierung eine deutliche Reduzierung des Nikotingehalts in Zigaretten. Noch ist aber nicht sicher, ob und wann die Forderung Realität wird. Im Übrigen wäre nur das Geschäft in den USA betroffen, dessen Anteil am Gesamtumsatz gering ist.

    Attraktives Investment für konservative Investoren

    Die Aktie von BAT ist für uns aussichtsreich. Zwar schrumpft das Geschäft mit Zigaretten, doch hat der Konzern mit E-Zigaretten ein neues Wachstumsfeld aufgetan. Die Marken sind stark und zudem bietet BAT eine solide Rendite. Es ist auch nicht auszuschließen, dass Titel wie BAT angesichts des wechselhaften Börsenumfeldes ihrer Rolle als sicherer Hafen gerecht werden können. Die Aktie ist auch wegen der Dividendenrendite von mehr als 4% attraktiv!

  • 12.04.2018 09:35

    Drei große Rückversicherer im Vergleich

    Munich Re hat 2017 nach vorläufigen Eckdaten einen Gewinn von 392 Mio. € erzielt.

    Dies entspricht nach den hohen Schäden durch die Wirbelstürme Harvey, Irma und Maria der angepassten Jahresprognose (kleiner Gewinn). Im 4. Quartal betrug der Gewinn 538 Mio. €. Vorbehaltlich der Zustimmung des Aufsichtsrats und der Hauptversammlung soll wie im Vorjahr eine Dividende von 8,60 € pro Aktie gezahlt werden.

    Auf die Dividende von Munich Re ist Verlass

    Denn dank der Kapitalstärke hat Munich Re die hohen Schäden aus Naturkatastrophen gut verkraftet. Munich Re erzielte 2017 ein operatives Ergebnis von 1,24 Mrd. €, davon 864 Mio. € im 4. Quartal. Die gebuchten Bruttobeiträge stiegen leicht auf 49,12 Mrd. €. Die Sparte Rückversicherung Leben trug zum Gewinn 596 Mio. € bei. Das versicherungstechnische Ergebnis lag bei 428 Mio. €. Dank eines starken versicherungstechnischen Ergebnisses im 4. Quartal wurden die für 2017 ursprünglich angestrebten 450 Mio. € nur knapp verfehlt und dies obwohl das Ergebnis durch die Ablösung verlustreicher Portfolios in den USA im 2. und 3. Quartal belastet wurde.

    Das Ergebnis der Schaden- und Unfall-Rückversicherung sank aufgrund der hohen Schäden aus Naturkatastrophen auf -476 Mio. €. Die Schaden-Kosten-Quote stieg aus demselben Grund von 95,7 auf 114,1%. Das ERGO-Strategieprogramm hat 2017 wichtige Meilensteine genommen.

    2018 soll die digitale Transformation entschieden vorangetrieben werden und Chancen für profitables Wachstum auch im traditionellen Geschäft entschlossen genutzt werden.

    Unternehmensportrait

    Die 1880 gegründete Munich Re ist eine der weltweit führenden Rückversicherungs-Gesellschaften. Sie versichert die Geschäfte von Erst-Versicherungen. Die Munich Re ist durch Beteiligungen an der ERGO-Versicherungsgruppe (Victoria, Hamburg Mannheimer und DKV) auch im Erst-Versicherungsgeschäft tätig. Zudem verwaltet sie im Geschäftsfeld Asset-Management das Vermögen ihrer Kunden.

    Hannover Rückversicherung leidet unter hohem Schadensaufkommen

    Das Ergebnis der Hannover Rückversicherung war in den ersten 9 Monaten 2017 von einem überdurchschnittlich hohen Großschadensaufkommen geprägt. So blieb der Gewinn mit 548,9 Mio. € knapp 30% unter dem Vorjahreswert. Positiv auf das Ergebnis wirkte der Verkauf des Portfolios börsennotierter Aktien. Das hierdurch freigesetzte Kapital will die Hannover Rückversicherung für die sich bietenden Geschäftsgelegenheiten nutzen.

    Die gebuchte Bruttoprämie erhöhte sich um 8,3% auf 13,5 Mrd. €. Bei konstanten Währungskursen hätte das Wachstum 9,5% betragen. Das Angebot für Rückversicherungsdeckungen überstieg auch im 3. Quartal die Nachfrage, sodass der Druck auf Preise und Konditionen anhielt. Dennoch konnte die Hannover Rückversicherung in allen unterjährigen Erneuerungsrunden profitables Geschäft zeichnen und somit weiter wachsen.

    Weiterhin auf Wachstumskurs

    Nachdem das 1. Halbjahr einen sehr moderaten Großschadenverlauf hatte, war das 3. Quartal durch ein außerordentlich hohes Schadensaufkommen aus 3 Wirbelstürmen sowie zwei Erdbeben geprägt. Die Schaden-Kostenquote erhöhte sich von 95,0 auf 104,4% und konnte damit den Zielwert von 96% nicht erreichen. Für 2017 geht die Hannover Rückversicherung auf Basis des aktuellen Stands der Jahresabschlussarbeiten von einem Gewinn von rund 950 Mio. € aus. Obwohl dieses Ergebnis hinter dem Vorjahresergebnis zurückbleibt, ist es vor dem Hintergrund der Naturkatastrophen dennoch zufriedenstellend.

    Auf 2018 blickt die Hannover Rückversicherung optimistisch. Für die unterjährigen Vertragserneuerungsrunden sollten aufgrund der gestiegenen Schadenaktivität weitere Preiserhöhungen möglich sein.

    Unternehmensporträt

    Die Hannover Rück ist der fünftgrößte Rückversicherer der Welt. Der Konzern betreibt Programmgeschäft sowie alle Sparten der Schaden-, Personen- und Finanz-Rückversicherung und unterhält Rückversicherungsbeziehungen mit rund 5.000 Versicherungen in mehr als 150 Ländern weltweit. Für das Deutschland-Geschäft der Gruppe ist die Tochter E+S Rück zuständig. Der HDI ist mit einem Anteil von über 50% Großaktionär von Hannover Rück.

    Swiss Re blickt auf eines der schadenreichsten Jahre der Versicherungswirtschaft zurück

    Die zahlreichen Naturkatastrophen wie der Zyklon Debbie in Australien, die atlantischen Hurrikane Harvey, Irma und Maria, die Erdbeben in Mexiko sowie die Waldbrände in Kalifornien ließen den Gewinn im abgelaufenen Jahr von 3,6 Mrd. $ auf 331 Mio. $ einbrechen.

    Angesichts des historischen Ausmaßes der Schäden (siehe Value-Telegramm von gestern) ist es als Zeichen der Widerstandskraft zu sehen, dass Swiss Re profitabel blieb und weiterhin eine solide Kapitalposition vorweisen kann. Dies war dem Segment Leben & Gesundheit sowie dem Kapitalanlageergebnis zu verdanken. Die Verluste bei Sach- und Haftpflichtversicherungen sowie im Firmenkundengeschäft wurden somit wettgemacht.

    Die bröckelnde Preismacht der Rückversicherer trübt die Aussichten

    In Anbetracht der steigenden Schäden ist die Preisentwicklung nicht zufriedenstellend. Die Vertragserneuerungsrunde im Januar brachte lediglich einen Preisanstieg von 2%. Sollte das durchschnittliche Schadenvolumen tendenziell weiter steigen, müssen Profitabilitätseinbußen einkalkuliert werden. Swiss Re begegnet dem schwierigen Marktumfeld mit einer konservativen Zeichnungspolitik.

    Auf Basis der Jahresdurchschnittswerte der versicherungstechnischen Schäden und der aktuellen Preis- und Volumenentwicklung gehen wir von einer Erholung der Ertragslage im laufenden Jahr aus. Das Kurspotenzial erscheint jedoch begrenzt. Dafür bleibt Swiss Re als Dividendenwert interessant.

    Unternehmensporträt

    Swiss Re wurde 1863 in Zürich gegründet und ist heute einer der größten Rückversicherer weltweit und nach der Akquisition der Lincoln Re auch der größte Lebens-Rückversicherer in den USA. Die Swiss Re rückversichert Erstversicherer in den Bereichen Leben, Gesundheit, Schaden-/Sachversicherung, Haftpflicht und Motorenfahrzeuge. Das Unternehmen ist weltweit in mehr als 20 Ländern vertreten.

  • 12.04.2018 06:00

    Hier erwartet Sie eine gesunde Rendite

    Noch vor dreißig Jahren war eine HIV-Infektion für viele Menschen das sichere Todesurteil. Heute sieht die Situation anders aus. Zwar ist eine aufwändige Medikation nötig, doch hat sich die Lebenserwartung von HIV-Patienten deutlich erhöht. Die Anzahl der Viren lassen sich sogar unter die Nachweisgrenze drücken. Ähnlich ist die Situation bei Hepatitis. Zwar bleibt die Lebererkrankung unabhängig von ihrer Ausprägung wie auch HIV eine schwerwiegende Erkrankung, doch sind die Therapien in den letzten Jahren immer besser geworden.

    Maßgeblichen Anteil daran hat Gilead Sciences. Gilead Sciences entwickelt Therapeutika gegen Krebs und Infektionskrankheiten wie Grippe, Hepatitis und HIV. Im Bereich HIV ist Gilead Marktführer. Gilead verfügt zurzeit über mehrere marktreife Produkte: Harvoni, Sovaldi, Atripla, Tamiflu, Vistide, Stribild, Hepsera, Atripla, Truvada und Emtriva. Die Produkte werden weltweit vermarktet. Roche, Pharmacia und Bristol-Myers Squibb sind strategische Partner.

    Neue Medikamente sind in der Pipeline

    Gilead sieht nach 2 schwierigen Geschäftsjahren wieder besseren Zeiten entgegen. In 2017 führten die anhaltenden Umsatzverluste mit Hepatitis-C-Mitteln zu einem weiteren Umsatzrückgang auf 26,1 Mrd $. Zudem musste Gilead aufgrund der Steuerreform in den USA einen hohen Einmalaufwand im 4. Quartal verkraften. Aufgrund des hohen Anteils des Hepatitis-Geschäfts am Konzernumsatz war Gilead besonders von den staatlich verordneten Preissenkungen und der verschärften Konkurrenzsituation betroffen.

    Das Schlimmste ist inzwischen verdaut. Trug das Segment vor 2 Jahren noch 60% zu den Produktumsätzen bei, waren es im 4. Quartal 2017 nur noch weniger als ein Viertel. Die Produkt-Pipeline ist weiterhin gut gefüllt. Im Oktober erhielt Gilead die Marktzulassung von der US-Gesundheitsbehörde für das Blutkrebsmittel Yescarta. Dabei handelt es sich um eine neuartige Krebsimmuntherapie, bei der gentechnologisch veränderte T-Zellen zum Einsatz kommen.

    Das Forschungsfeld wurde jüngst durch die Übernahme von Kite Pharma gestärkt. Zudem befindet sich mit Filgotinib, das in Partnerschaft mit Galapagos entwickelt wird (ein aussichtsreicher Wirkstoff im Einsatz gegen Morbus Crohn und rheumatoide Arthritis) in der spätklinischen Forschungsphase III.

    Niedrige Bewertung macht Hoffnung

    Wir gehen davon aus, dass Gilead ab 2019 wieder in eine Wachstumsphase treten wird. Die umfangreichen Aktienrückkäufe werden mit zu einem Anstieg des Gewinns pro Aktie beitragen. Gilead ist fundamental sehr niedrig bewertet und verfügt über eine sehr hohe Liquidität. Dies sind wichtige Voraussetzungen für eine steigende Aktie. Vor allem die volle Produktpipeline macht große Hoffnung!

  • 10.04.2018 09:50

    Die Rückversicherer schlagen sich wacker

    Der Rückversicherer Swiss Re blieb trotz außerordentlich hoher Schäden profitabel.

    Die Versicherungswirtschaft hat bewiesen, dass sie so hohe Schäden sehr gut bewältigen kann. Die Preisentwicklung ist angesichts der stark steigenden Schadenquote allerdings nicht zufriedenstellend. Dem begegnet der Rückversicherer mit einer konservativen Zeichnungspolitik. Dies erscheint notwendig und begrenzt die Risiken, andererseits aber auch das Prämienwachstum.

    Munich Re hat 2017 immerhin noch einen kleinen Gewinn von 392 Mio. € erzielt. Dies entspricht nach den hohen Schäden durch die Wirbelstürme der nach unten angepassten Jahresprognose. Das Ergebnis der Schaden- und Unfall-Rückversicherung sank aufgrund der hohen Schäden auf -476 Mio. €. Die Schaden-Kosten-Quote stieg aus demselben Grund von 95,7 auf 114,1%.

    Nachdem das 1. Halbjahr einen sehr moderaten Großschadenverlauf hatte, war das 3. Quartal bei der Hannover Rückversicherung durch ein außerordentlich hohes Schadensaufkommen geprägt. Auf 2018 blickt die Gesellschaft dennoch optimistisch. Für die unterjährigen Vertragserneuerungsrunden sollten aufgrund der gestiegenen Schadenaktivität weitere Preiserhöhungen möglich sein.

    Auch Europas größter Versicherer Allianz hat den Naturkatastrophen getrotzt und 2017 die Ergebnisziele erreicht und ihre außerordentliche Kapitalstärke bewahrt. Die Solvency-II-Kapitalquote stieg auf 229% im Vergleich zu 218% zum Jahresende 2016.

    Attraktives Geschäftsfeld

    Die Rückversicherung ist und bleibt ein attraktives Geschäftsfeld, das den Gesellschaften vielfältige Ertragsmöglichkeiten eröffnet. Obwohl die Versicherungsdichte in den westlichen Industrieländern und in den seit Jahrzehnten weit entwickelten Staaten Asiens bereits hoch ist, ergibt sich selbst in diesen Märkten immer wieder zusätzlicher Absicherungsbedarf, weil etwa die Gefährdung infolge wetterbedingter Naturgefahren mit der Klimaveränderung tendenziell zunimmt.

    In den sich wirtschaftlich rapide entwickelnden Regionen besteht unverändert erhebliche Nachfrage nach Versicherungsschutz, um die großen Zentren hochwertiger industrieller Fertigungskapazitäten sowie den wachsenden privaten Wohlstand der Bevölkerung abzusichern.

    Hohe Schäden belasten die Versicherungsbranche

    Im zurückliegenden Jahr verursachten Natur- und Manmade-Katastrophen gesamtwirtschaftliche Schäden von schätzungsweise 306 Mrd. $.

    Damit traf es die Branche deutlich härter als im Vorjahr mit Schäden von 188 Mrd. $. Im Durchschnitt der vergangenen 10 Jahre beliefen sich die Schäden auf 190 Mrd. $. Die versicherten Schäden erreichten mit geschätzten 136 Mrd. $ den dritthöchsten Wert seit 1970. Im 10-Jahresdurchschnitt waren nur 56 Mrd. $ der Schäden versichert. Der Großteil der Schäden wurde durch Naturkatastrophen verursacht. Nach Berechnungen des weltgrößten Rückversicherers Munich Re haben Naturkatastrophen die Versicherungsbranche 2017 rund 135 Mrd. $ gekostet, mehr als je zuvor.

    Am schwersten betroffen waren die USA mit zahlreichen Hurrikanen wie Harvey, Irma und Maria. Hinzu kamen die Hurrikane in der Karibik sowie die Waldbrände in Kalifornien. Die Katastrophen forderten über 11.000 Opfer.